Die Reise zur perfekten Küche

Für uns war von Anfang an klar, dass wir einen offenen Wohn- und Essbereich wollten. Die Küche sollte ein Eye Catcher werden. Insofern waren wir uns schnell einig, dass sie weder weiß noch schwarz oder grau wird und wir auch keinen Nero assoluto wollten und haben uns viele Inspirationen geholt.

Wir hatten gelesen, dass man sich frühzeitig um die Küchenplanung kümmern soll, hätten aber nie gedacht, dass sich so lange ziehen würde, und zwar bis August 2024, als das Haus nach langen Wartezeiten gestellt wurde. Insgesamt hat die Planung der Küche also etwas mehr als 16 Monate gedauert – natürlich mit Unterbrechungen und längeren Abständen zwischen den Terminen. Genug Zeit jedenfalls, um Planungen regelmäßig wieder zu hinterfragen und über den Haufen zu werfen. Trotzdem würden wir das wieder so machen und rechtzeitig damit beginnen. Warum, erfahrt ihr weiter unten.

Von den ersten Ideen zum finalen Küchenplan

Wir hatten uns schon eingedeckt mit zahlreichen Broschüren und Prospekten zu Küchen und erste Ideen gesammelt und Vorstellungen entwickelt. Man wird allerdings von den vielen Möglichkeiten erschlagen, weil es so viele tolle Fronten, Arbeitsplatten und Anordnungsmöglichkeiten gibt.

Wir sind also zum Küchenstudio unseres Vertrauens gegangen, das schon einige Küchen in der Familie gebaut hat, jedes Mal zur vollsten Zufriedenheit. Da lichtete sich der Wald der Möglichkeiten langsam, weil wir einen Berater hatten, der gut verstanden hat, worauf es uns ankommt. Wir können Wieser Küchen in Fürstenfeldbruck wirklich nur empfehlen.

Wir hatten eigentlich nur wenige zwingende Anforderungen an die neue Küche: Ein Gaggenau Backofen und eine Kochinsel mit genug Platz. Der Gaggenau Backofen musste wegen des integrierten Backsteins sein. Dieser hat bei Gaggenau nämlich eine eigene Heizspirale und kann dadurch eine deutlich höhere Temperatur als anderen Herstellern erreichen. Dadurch kommt er schon sehr nahe an einen echten Pizzaofen heran und auch die (guten) Fertigpizzen schmecken so richtig lecker.

Insgesamt waren wir bei einigen Küchenstudios, wobei die meisten stets auf eine spezielle Marke setzten und das auch als Aushängeschild nehmen. So bieten die einen eben Nobilia Küchen an, andere z.B. eine von Warendorf. Wir haben am Ende unsere Küche bei Wieser Küchen in Fürstenfeldbruck gekauft – und hier wussten wir zunächst gar nicht, welche Hersteller dort im Sortiment sind. Natürlich stehen die Hersteller dran, werden aber nicht so in Szene gesetzt wie anderswo. Stattdessen erwartete uns eine sehr breite Auswahl an besonderen und sehr hochwertigen Ausstellungsküchen.

Tipp: Wir können Küchenstudios empfehlen, die verschiedene Hersteller im Sortiment haben und auch unterschiedliche Preissegmente abdecken. Das erhöht die Flexibilität und hilft dabei, die eigene Traumküche auch in preislicher Hinsicht zu realisieren. Wichtig ist eine Beraterin oder ein Berater, die oder der ähnlich wie man selbst tickt und versteht, was einem als Kunden wichtig ist und gefällt.

Wir hatten einen super Küchenberater an der Seite. Sein Vorgehen unterschied sich stark vom dem aller anderen Küchenstudios, in denen wir waren. So wurden wir bei allen anderen zuerst gefragt, was unser Budget sei. Bei Wieser Küchen stand im Vordergrund, was uns gefällt. Und so sind wir durch die Ausstellung und haben vor allem diskutiert, was uns gefällt, und was eher nicht. So wurde uns eine Küche entworfen, die genau nach unserem Geschmack war – ohne dass wir zunächst von Budgetrestriktionen einschränkt wurden. Es überrascht nicht, dass die Küche dann weit über unserem Budget lag – aber jetzt konnten wir entscheiden, was wir streichen wollen.

Im Gegensatz dazu bekamen wir von anderen Küchenstudios eine Küche, die meist im Budget lag, oder zumindest nur knapp darüber. Aber immer hat der jeweilige Küchenberater entschieden, was in unser Budget passt und was er uns entsprechend angebietet. Sei das bei der Auswahl der Materialien oder der Geräte. Somit lag die Entscheidung nicht mehr bei uns.

Tipp: Wir würden auf jeden Fall erstmal wieder eine Küche nach unseren Wunschvorstellungen planen, also die Materialien und Geräte auswählen, die uns gefallen. Abspecken geht immer und meist gibt es vergleichbare Alternativen, die dann aber ein bisschen günstiger sind. So weiß man aber erstmal, wonach man weiter schauen möchte und worauf man besonderen Wert legt.

Die rechtzeitige Planung ist das A und O

Wir hatten zwar besonders viel Zeit, aber lieber so, als zu knapp dran sein. Wir sollten bis zur Bemusterung den Küchenplan vorliegen haben, um ihn an Lehner Haus übersenden zu können, denn bei diesem Termin legt man unter anderem auch die Anschlüsse und Leitungen in der Küche fest. Also mussten wir auf jeden Fall wissen, wo die Geräte und die Spüle sein wird. Tatsächlich waren die Installateure vor Ort dann doch flexibel genug und hätten die Anschlüsse auch noch woanders installiert, aber so musste das nicht mehr sein.

Unser Berater von Wieser Küchen hat sich mit unserer Projektleiterin von Lehner Haus zum Glück direkt rechtzeitig in Verbindung gesetzt, um auch die Wandkonstruktion zu besprechen. Wir wollten nämlich die zwei Backöfen schwebend montiert haben, also halb in die Wand eingelassen (Bilder gibts dann unten!). Dafür musste die Holzkonstruktion in der Rückwand angepasst werden. Er hat ihr einen Plan gesendet, wo die Holzbalken verlaufen sollten und für die Geräte in der Wand musste eine sog. Auswechslung eingeplant werden, d.h. nochmal entsprechende Querbalken, und die Wand doppelt so tief geplant werden, wie ursprünglich vorgesehen, damit die Geräte stabil darin sitzen können. Die Projektleiterin hat die Planung auch so umgesetzt, dass dann für den finalen Aufbau der Küche alles gepasst hat.

Berücksichtigt aber auch, dass für solche „Sonderwünsche“ auch zusätzliche Kosten auf euch zukommen. Wir haben für diese Auswechslung und Aufdopplung der Wand nochmal 1.446 € gezahlt.

Tipp: Beginnt rechtzeitig mit der Küchenplanung, damit beim Fertighaus ggf. noch bauliche Maßnahmen berücksichtigt werden können, spätestens jedoch zur Bemusterung, wenn dann die Anschlüsse und Leitungen geplant und festgelegt werden. Fragt vorher unbedingt, ob Veränderungen bei der Wand o.ä. Kosten mit sich bringen.

So sieht die fertige Küche nun aus

Die Küche hat jetzt dunkelgrüne Fronten, was wirklich toll aussieht. Das passt besonders gut zu den Holzumrandungen z.B. beim Kühlschrank, die aus Eiche sind. Hier sieht man auch, dass der Backofen und der Dampfbackofen leicht in die Rückwand eingelassen sind und so ein schwebender Effekt erzielt wird. Seitlich haben wir einen kleinen Weinkühlschrank, den man auch vom Wohnbereich aus sieht.

Auf der Kücheninsel haben wir uns für ein Bora-Ceranfeld mit integriertem Abzug und Tepanyaki-Platte entschieden, auf der man nicht nur Fleisch oder Gemüse super anbraten, sondern auch zum Beispiel Kaiserschmarrn machen kann.

Statt des üblichen Nero assoluto haben wir uns für einen brasilianischen Stein entschieden. Dieser passt super zur moosgrünen Farbe der Küche selbst und sieht an sich schon fast wie ein Kunstwerk aus.

Wieser Küchen hat auch eine tolle Auswahl an Lampen – da haben wir uns auch gleich noch mit Hängeleuchten von Wever & Ducré ausgestattet, die perfekt in unserer Galerie passen.

Fazit

Im Rückblick können wir sagen, dass manchmal Umwege und längere Wartezeiten auch ihre Vorteile haben können. In unserem Fall gab es uns die nötige Zeit, um jedes Detail unserer Küche genau zu planen. So konnten wir sicherzustellen, dass sie – zumindest für uns – in jeder Hinsicht perfekt ist. Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen und gründlich zu planen, denn am Ende erhält man genau das, was man sich immer gewünscht hat.


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